CDU Stadtverband Eberswalde
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07.12.2015, 22:42 Uhr | Jens Koeppen (MdB)
Aus für das DB Werk Eberswalde: Tiefschlag für die gesamte Region
Zur verkündeten Schließung des DB Werkes in Eberswalde erklärt der CDU Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen:

„Die Entscheidung zur Schließung des Traditionsbetriebes ist ein herber Schlag – vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Werkes, aber auch für die Stadt Eberswalde und die gesamte Region. Ich persönlich bedauere die Entscheidung sehr. Dass den Mitarbeitern und ihren Familien die Schließung über die Presse verkündet wurde, ist zudem ein Unding und für ein Unternehmen der öffentlichen Hand absolut unakzeptabel.

Das Schließen der Werktore zum Dezember 2016 ist eine schmerzhafte Antwort auf die fehlende Strukturpolitik des Landes.  Die Deutsche Bahn wiederum, verabschiedet sich aus der Fläche und  hat  sich mit Blick auf die Bilanz wiederholt ein Unternehmen im Osten ausgesucht, um die eigene Rentabilität zu steigern.

Jens Koeppen (Foto: Laurence Chaperon)

Die zögernde und abwartende Haltung der Landesregierung zum frühzeitig vorgelegten Zukunftskonzept zur Errichtung einer Kesselwagenwäsche am Standort Eberswalde, ist ein deutlicher Beleg, dass die Bedeutung des Werkes und die Dimension der Schließung von der Landesregierung nie richtig begriffen wurden. Statt schon im letzten Jahr über Sozialpläne reden zu wollen, hätte ich mir den persönlichen Einsatz des Landesvaters für ein Unternehmen dieser Größenordnung gewünscht.

Ich fordere die Offenlegung aller Verhandlungsangebote des Landes an die Deutsche Bahn zum Erhalt des Werkes. Die Menschen in unserer Region wollen wissen, ob neben den öffentlichen Worten auch die konkrete Bereitschaft zur Unterstützung des Werkes bestanden hat.

Wo es kürzlich mit einem potenziellen Investor noch Grund zur Hoffnung gab, tritt nun die bittere Erkenntnis an ihre Stelle. Die verlautbarten Signale aus den Verhandlungsrunden lassen den Schluss zu, dass die Verhandlungen nur halbherzig geführt wurden. Das monatelange Hoffen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde bitterlich enttäuscht.