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02.07.2010, 11:32 Uhr | Hans-Joachim Blomenkamp
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CDU-Fraktion begrüßt die Verbesserung des Kita-Betreuungsschlüssels als Schritt in die richtige Richtung. Nun muss die Stadtverwaltung dem großen Personalbedarf der nächsten Jahre auch durch ein gutes Personalgewinnungskonzept begegnen
Bereits nach dem alten Betreuungsschlüssel werden 41 ErzieherInnen der Stadt bis 2018 in die Freizeitphase der Altersteilzeit übergehen. Das bedeutet, dass diese 41 Stellen in den kommenden Jahren neu besetzt werden müssen. Klappt das nicht, wird wohl der längst anstehende Generationswechsel und die damit verbundenen Ausfallzeiten weiter auf dem Rücken der ErzieherInnen und der Kinder ausgetragen werden. Unsere Erzieherinnen leisten, trotz des schlechten Betreuungsschlüssels in unserem Land eine lobenswerte Arbeit, sind jedoch an ihren Belastungsgrenzen angelangt. Durch Fehlzeiten wegen Urlaub, Krankheit, Fortbildung etc. sieht der tatsächliche Betreuungsschlüssel bereits jetzt doch ganz anders aus.
Im Zusammenhang mit der Erstellung des Personalentwicklungskonzeptes wurde von dramatischen Folgen gesprochen, die mit dem Ruhestand der MitarbeiterInnen verbunden sind. Das Problem wird bislang kleingeredet. Es gäbe wohl einen entsprechenden Pool, auf den bei Bedarf zurückgegriffen werden könne, so Lutz Landmann im zuständigen Ausschuss. Eine diesbezügliche Nachfrage der CDU-Fraktion ergab, dass es sich hierbei lediglich um 12 Personen handelt und Einstellungen erst nach Ausscheiden der jeweiligen MitarbeiterInnen erfolgen sollen. Des Weiteren gibt es ein Modell mit der Agentur für Arbeit bei dem auf 5 ErzieherInnen zurückgegriffen werden kann.
Hinzu kommt noch, dass ab 2013 eine Erweiterung des gesetzlichen Anspruches auch auf einen Kitaplatz beschlossen wurde für unter dreijährige Kinder.
Durch die nun von der Landesregierung beschlossene Verbesserung des Betreuungsschlüssels , benötigt die Stadt Eberswalde weitere Erzieherinnen.
Mit der neuen Kita im Bürgerbildungszentrum wurde einem Vorschlag der CDU-Fraktion entsprochen. Auch hier werden Erzieher gebraucht.
Eberswalde hat 2007 das Lokale Bündnis für Familie ins Leben gerufen. Die Stadt möchte sich für die Belange der Familien einsetzen. Bereits jetzt können viele junge Mütter und Väter ihrer Beschäftigung nicht nachgehen, da die Stadt ihnen keinen Kitaplatz zur Verfügung stellen kann. Dieses Problem sollte mit der Errichtung einer neuen Kita gelöst werden. Wir sollten uns alle dafür einsetzen, dass Kitaanmeldungen nach ihrem gesetzlichen Anspruch auch unverzüglich umgesetzt werden können, das junge Familien nicht in andere Kommunen abwandern, in welchen ein Kitaplatz kein Problem darstellt.
Gute Ideen zur Gewinnung von guten ErzieherInnen sind nun gefragt. Mit befristeten Verträgen und schlechten Arbeitsbedingungen kann man motivierte ErzieherInnen nicht halten.
Blomenkamp
Fraktionsvorsitzender
CDU Fraktion Eberswalde
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